Aktuell
Nr. 88
April
1999
Seite 2
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Ernst Penski
Ehrenvorsitzender
des TSC Berlin 1893 e.V.
ist am 3. Februar 1999 nach langem
schweren Leiden von uns gegangen.
Schon mit 12 Jahren trat Ernst
Penski in den Vorgängerverein "Naturheilverein
Neukölln" ein, der am Karlsgarten,
wo heute noch die Jahneiche steht, ein
Luftbadgelände eröffnet
hatte. Er kassierte auch gleich die 30-Pfennig-Mit-
gliedsbeiträge in der Knabenturnabteilung,
weil er im Kopfrechnen sehr gut
war, wie seine Lehrer behaupteten.
Sein ganzes Leben lang hat er den
Sport als Mittel zur gesunden Lebensfüh-
rung und positiven Weltanschauung
verstanden. Seine Sportarten waren die
Leichtathletik, die Schwerathletik,
das Faustballspiel. Auf dem Vereinsgelände
an der Grenzallee spielte er, schon
im fortgeschrittenen Alter, gern Tischten-
nis, Schach und dann auch Prellball
in der Hertzberghalle. Zuletzt freute er
sich über die Gründung
einer Seniorengymnastikabteilung, die er auch noch
einige Zeit besuchen konnte.
Mit seinem guten Namen war Ernst
Penski nach dem 2. Weltkrieg einer der
Wiederbegründer des Vereins
für Volkssport, dessen Vorsitzender er auch bis
zur Fusion der 3 Neuköllner
Vereine zum heutigen TSC Berlin 1893 gewesen
war. Unter seiner Leitung hatte
der Verein eine gute Jugendarbeit, starke Ball-
spielabteilungen und ein sehr aktives
und geselliges Vereinsleben.
Ernst Penski stand inmitten einer
Familiendynastie, für die ehrenamtliche Ar-
beit für andere im Dienste
des Sportes eine Selbstverständlichkeit war und ist.
Seine Jugendfreundschaften aus
dem Verein pflegte er bis ins hohe Alter.
Die goldene Vereinsnadel trug er
nach mehr als 75 Jahren Vereinszugehörig-
keit stolz wie andere einen Orden.
Sie war ihm wichtiger als alle Ehrungen, die
ihm im Laufe der Jahre vom Landessportbund
und Bezirksamt sowie seinem
Verein zuteil wurden.
Seinen aufrechten Charakter und
seinen klaren Geist werden wir sehr vermis-
sen. Wir haben ihm viel zu danken.
Er war ein ehrenwerter Mann
Renate Henningsen-Penski
1 . Vorsitzende |